
Das "Graue Schloss" entstand als Wasserburg und Sitz der "Herren von Mihla"
im 13. Jahrhundert. In den Jahren zwischen 1360 und 1367 wurde es als
"Kemenate" urkundlich erwähnt.
Im Überschwemmungsgebiet von Lauter und Werra gelegen, war die Burg leicht
zu verteidigen. Reste der Wassergräben wurden 1993 freigelegt.
1436 erwarb die einflussreiche Ritterfamilie von Harstall Ort und Burgsitz
Mihla. Der Mode entsprechend ließen diese die alte Wasserburg ab 1536 zum
wohnlichen Schlosse im Renaissancestil umbauen. Der älteste Schlossflügel
(1836/37 abgerissen) wurde fortan das "Weiße Schloss" genannt. Für die
heute noch erhaltenen Schlossbauten sind mehrfache Umbauten in den Jahren
1553, 1560 und 1625 nachweisbar. Es entstanden zwei Türme. Der viereckige
Turm der Ostseite ist in das Wohngebäude einbezogen. Der im Grundriss als
unregelmäßiges Vieleck gestaltete Fachwerkturm wurde dem Schlossbau
vorgesetzt.
Im Mittelbereich das wegen seiner Dach- abdeckung bald
"Blaues Schloss" genannten Herrenhauses befindet sich ein weiterer älterer
Treppenbau.
Das Dach setzt sich aus mehreren Giebelerkern zusammen, von

denen drei an der Nord- und drei
an der Südseite liegen und dem
Schloss sein charakteristi-
sches Aussehen geben.
Am Ende des vorigen Jahr-
hunderts setzte sich auf
grund des verwendeten
Kalksteins die Bezei-
chnung "Graues Schloss"
durch. Im Schlossge-
bäude befinden sich
Wirtschaftsgebäude,
die bis in das 17. Jahrhundert
zurückreichen.
1971 wurde das Graue Schloss als Gaststätte eingerichtet. In drei
unterschiedlich gestalteten Gasträumen - die Ritterstube im Erdgeschoss,
das Jägerzimmer und der Ahnensaal im ersten Stockwerk - werden die Gäste
bewirtet und sind Familien- und Vereinsfeste möglich.
2. Platz im Wettbewerb "Nationalparkfreundliches Hotel" im Jahre 1999
1. Platz im Wettbewerb "Nationalparkfreundliches Hotel" im Jahre 2000 (Wettbewerbssieger)